Als Übungspraxis hilft uns Yoga ein Bewusstsein zu entwickeln und uns selbst zu erfahren. Das werden wir anhand von Geschlecht erkunden. Geschlecht ist in den meisten Bereichen unseres Seins von Bedeutung: im eigenen Körper, in sozialer Interaktion (Beruf, Familie, …) und in  vielen spirituellen Traditionen. In diesem Workshop wollen wir uns der Rolle von Geschlecht im Yoga zuwenden: Welche Rolle spielt Geschlecht im Yoga und dessen Geschichte? Was kann die Yogapraxis mir bei der eigenen Auseinandersetzung mit Geschlecht geben? Wie stimmig ist mein soziales Geschlecht, wenn ich es aus meinem Körpergefühl heraus wahrnehme? Wie kann ich mich freier darin entfalten und emanzipieren?

Der Workshop geht diesen Fragen auf drei verschiedene Methoden nach: Theorie, Yogapraxis und ein kreativer Reflexionsteil. In dem innovativen Theorieteil wird die Geschichte des modernen Yoga geschlechtsspezifisch beschrieben und verschiedene Übungswege analysiert. Dabei wird auf den neusten Forschungsstand der Yoga Studies Bezug genommen und ausgewählte Theorien der Gender Studies vorgestellt.

Praktisch werden wir Asana und Pranayama üben, Mantren chanten und meditieren. In all diesen Bereiche der Yogapraxis sind Stereotypen und Konstrukte von Geschlecht vertreten, die wir aufdecken wollen. So wird die Theorie am eigenen Leib erfahrbar.

Sowohl das Erfahrene aus der Yogapraxis, als auch das gelernte theoretische Wissen soll in der kreativen Reflexion verarbeitet werden. Das bietet eine neue Möglichkeit mit den tiefgreifenden Erfahrungen, die mit Geschlecht in Verbindung stehen, umzugehen. Dabei können wir eine spielerisch kreative Art entwickeln, uns mit dem oftmals vorbelasteten Thema auseinanderzusetzen.

Nächster Termin: 22.-25.7.2021